Könnte Didier Deschamps auch HR-Weltmeister werden?

Das französische Fußballteam, der hohe Titelfavorit, hat es geschafft. Es wurde in Moskau Fußball-Weltmeister. Dirigiert von „General“ Didier Deschamps. Der General brachte das Kunststück fertig, viele einzigartige Ich-AGs als funktionierendes Team zum Erfolg zu führen und dabei die Motivation über Wochen stets aufrecht zu erhalten. Könnte Didier Deschamps auch HR-Weltmeister werden? Also ein Team schmieden, welches dauerhaft einem Unternehmen den Wettbewerbsvorsprung und die Marktführerschaft sichert? Und andersherum gefragt: Was können Personalverantwortliche von Didier Deschamps lernen?

Kennen Sie den Marktwert Ihrer Mitarbeiter

Für Fußballspieler gibt es diverse Tabellen (u.a. CIS-Tabelle), die jährlich den aktuellen Marktwert eines Spielers abbilden. Je besser die Leistung (viele Tore für Stürmer, wenig Tore für Torwarte), desto höher der Marktwert. Welche Vorteile hätte die Adaption für das HR-Management, wenn jeder Bewerber und jeder Mitarbeiter plötzlich einen Marktwert hätte? Grundsätzlich verliert jeder von uns erst einmal an Wert, da unser Wissen veraltet. Dieser Verlust muss durch neues Wissen stetig überkompensiert werden, damit der Mitarbeiterwert steigen kann.

Trainer setzen auf Scouting-Software

Beim Scouting wie auch der Spielerentwicklung setzen Trainer und Sportdirektoren mehr und mehr auf Software (Der DFB nutzt beispielsweise SAP Sports One) statt auf Bauchgefühl. So bauen sie ein System aus verlässlichen Informationen und  Erkenntnissen über Spieler und deren Attribute auf. In der Personalbeschaffung wird hingegen noch viel zu häufig auf einen strukturierten, mehrstufigen Einstellungsprozess verzichtet. Während Personaler fragen, ob der Mitarbeiter auf genau die entsprechende Position passt, interessiert einen Spitzentrainer vielmehr, welche Talente der Spieler mitbringt und wie er diese bestmöglich einsetzen kann. Unternehmen, die in der Lage sind, die Stärken ihrer Mitarbeiter flexibel einzusetzen, werden in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld langfristig mehr Siege einfahren.

Vereinskultur als Wettbewerbsvorteil

Bayern München schwächt seit Jahren die nationale Konkurrenz. Regelmäßig werden die Gewinne aus der Champions-League für das Abwerben von Leistungsträger genutzt. Das Ergebnis: Deutscher Meister im Abo. Kleinere Vereine, die die Spieler nicht mit üppigen Gehältern und ständiger CL-Teilnahme überzeugen können, punkten stattdessen häufig mit einem attraktiven Arbeitsumfeld (hohe Einsatzzeiten, individuelle Förderung) und einer starken und positiven Vereinskultur (z.B. BVB, Schalke). Auch Personaler sollten die Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil begreifen und diese bewusst gestalten, pflegen und leben. Stichworte: Employer Branding, Arbeitgeberbewertungsportale.

Erfolgstrainer haben eine TOP-Ersatzbank

Bei den TOP-Mannschaften sind möglichst viele Positionen doppelt besetzt. Gelbsperren und Verletzungen sind in einem Fußballturnier eben die Regel. Im Unternehmen steht die Fluktuation im Fokus. Sie kommt, nur wissen Sie nicht wann. Gleichzeitig setzen Sie ein Motivations-Signal an Ihre Elf mit den gelben Trainingsleibchen. Sie zeigen, dass Sie, als Personalgestalter, keine Probleme haben neue Mitspieler zu gewinnen und zu entwickeln.

 

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