So finden und binden Sie signifikant mehr Fachkräfte

Trotz Konjunkturflaute und großer Risiken wie dem Brexit oder einem Handelskrieg mit den USA wächst der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft. 49 Prozent der mehr als    23 000 befragten Unternehmen können offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden, wie aus einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervorgeht. Für viele Unternehmen gerät die zentrale Wachstumsstrategie somit in Gefahr.  Mit einem guten Employer Branding  können Sie gezielt gegensteuern, und trotz demografischem Faktor und zunehmender Akademisierung signifikant mehr Fachkräfte finden und binden.

So ticken Fachkräfte mit Berufsausbildung

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer Beseitigung des Mangels an Fachkräften ist das Verstehen der Bedürfnisse dieser. Was brauchen Fachkräfte, um sich im Job wohlzufühlen? Die mit Abstand wichtigsten Faktoren sind ein sicherer Arbeitsplatz und ein gutes Arbeitsklima. Sicherheit drückt sich durch eine lange Historie, ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell, gute Geschäftszahlen und einen unbefristeten Arbeitsvertrag aus.  Der unbefristete Arbeitsvertrag vermittelt das höchste Sicherheitsgefühl. Und er hat den größten Einfluss auf den privaten Bereich des Arbeitnehmers. Bei Befristung wird deutlich schwerer eine Baufinanzierung zu bekommen. Egal ob die XY GmbH oder Siemens der Arbeitgeber ist.

Auch Fachkräfte suchen Sinn

Dass nur Akademiker auf Sinn gepolt sind, da sie in Führungspositionen kommen und „Großes“  bewegen können, ist eine Ammenmärchen.  Selbstverständlich streben Fachkräfte nach Sinn. Oder glauben Sie Krankenschwestern, Altenpfleger, Polizisten oder Gärtner wählen ihren Job allein des    Broterwerbes wegen? Mehr als die Hälfte von Nicht-Akademikern gab an, nach einem Millionengewinn weiterarbeiten zu wollen. Der Mensch ist kein Einzelgänger. Wir wollen uns als Teil der Gesellschaft erleben und mit unserer Arbeit etwas bewirken. Deshalb arbeiten so viele Rentner ehrenamtlich. Sie kennen die Geschichte vom Steinmetz? Auf die Frage was er tue, antwortete der eine er bearbeite Steine, der andere er schaffe am größten Gotteshaus des Landes.

 Jobempfehlung in den Fokus stellen

Wenn Sie heute Ihre komplette Belegschaft fragen: „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Arbeit“, wie  würde das Ergebnis lauten? Eine Befragung von meinestadt.de aus April 2018 zeigt, dass Akademiker wie Nicht-Akademiker zu einer ähnlichen Einschätzung kommen. Jeweils knapp 2/3 gaben an, dass  ihr Job alles in allem gut sei. Nutzen Sie daher die Chance. Kommunizieren Sie auf Ihrer Karriereseite entsprechende  Zitate bzw. Geschichten von Ihren Mitarbeitern. Nutzen Sie Ihre Fachkräfte als authentische Influencer. Animieren Sie Ihre Mitarbeiter auch Bewertungen auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen abzugeben. Wer auf kununu  4 – 5 Sterne bekommt  und eine Weiterempfehlung von > 90%, der liegt gegenüber der Konkurrenz ganz weit vorn und wirkt wie ein Leuchtturm.

Recruiting ist lokal

Fachkräfte ziehen selten um. Sie suchen regional nach Jobs. 9 von 10 Wechselwilligen geben bei der Suche auf einer Online-Jobbörse das Kriterium „im Umkreis von 50 Kilometer“ an. Ihr härtester Wettbewerber im Kampf um Fachkräfte ist also nicht unbedingt Ihr ärgster Konkurrent im eigentlichen Sinne.  Er sitzt unter Umständen gleich um die Ecke. Um die besten Fachkräfte zu finden, gilt die Maxime, sich als der attraktive Arbeitgeber in der Region zu positionieren. Heben Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale im Recruiting besonders in Stellenanzeigen hervor. Und zwar in jeder! Bei jedem „nur schauen“ bzw. „durchscrollen“ sollte hängen bleiben, das im Fall der Fälle der Suchende auf Sie, als Nummer 1, zurückkommt. D.h. sich bei Ihnen auf ein Stellenangebot oder initiativ bewirbt.

Wer nicht automatisch neue Mitarbeiter gewinnt, ist schlicht und einfach falsch als Arbeitgebermarke positioniert.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

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