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Bei schlechtem Umgang hilft auch kein Gratis-Obst

Der demografische Wandel ist im vollen Gange. Auf Bussen und Bahnen, in den sozialen Netzwerken, auf Plakatwänden und Firmenfahrzeugen – überall bitten Arbeitgeber um Bewerbungen. Rasch! Der Nachstrom an Fachkräften verebbt. Auch weil eine zunehmende Akademisierung stattfindet. Der „Generation Z“, also der Generation, die jetzt in das Berufsleben eintritt, fällt eine Schlüsselrolle zu. Sie wird massiv umworben und ist sich ihrer Attraktivität bewusst. Wer die besten Talente gewinnen will, wird sich richtig anstrengen müssen. Die Pole-Position gewinnt der Arbeitgeber, welcher die Bedürfnisse der „Generation Z“ kennt und befriedigt.

Alte Denkmuster führen in die Sackgasse

Selbst Weltunternehmen wie Würth müssen mittlerweile kämpfen und sich umstellen. So beispielsweise bestätigt von Bernd Herrmann, einem der vier Konzernlenker der Würth-Gruppe, am 18. Februar 2019 auf Welt online. „Viele gut ausgebildete Nachwuchskräfte können sich heute aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Bei Würth versucht man deshalb früh, eine hohe Bindung zum Unternehmen aufzubauen – durch gemeinsame Veranstaltungen, viel Transparenz und Austausch. Kindertagesstätten und Fitnesskurse haben wir auch, aber das ist kopierbar. Die „Generation Z“ überzeugt man mit der Kultur und dem Umgang mit den Mitarbeitern. Vor allem durch die Bereitschaft, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern.“

Kurzfristiger Hype?

Zuwanderung, Industrie 4.0 oder Wirtschaftsabschwung. Sie sollen bzw. könnten für eine Entspannung am Arbeitsmarkt sorgen. Wer sich den Pflegebereich anschaut, mag den Glauben jedoch für immer verloren haben. Da müssen ganz dicke Bretter gebohrt werden, ansonsten verfestigt sich die Negativentwicklung. So glaubt Bernd Herrmann auch nicht, dass die Wünsche der „Generation Z“ wieder abflauen. Im Gegenteil: „Sie werden noch konkreter werden – und Unternehmen müssen gerade im kulturellen Bereich noch viel mehr leisten. Sonst droht die Fluktuation in Unternehmen deutlich zu steigen. Jedes Mal verbunden mit einem massiven Wissensverlust. Eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und damit eine möglichst lange Betriebszugehörigkeit zu gewährleisten, das ist die große Herausforderung für die Zukunft.“

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

Wer nicht automatisch neue Mitarbeiter gewinnt, ist schlicht und einfach als Arbeitgebermarke falsch positioniert.