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Testsieger heißt nicht Umsatzchampion

Ob Sie es glauben oder nicht, aber der Testsieger ist nicht automatisch Umsatzchampion. Jeder glaubt das, aber es stimmt nicht. Lesen Sie weiter, um mehr über die schockierende Wahrheit zu erfahren, die man Ihnen vorenthält.

Sie müssen nicht besser sein als Ihre Wettbewerber

Um die Konkurrenz auszustechen, müssen sich die Kunden mit Ihnen und Ihren Produkten/Dienstleistungen lediglich wohler fühlen. Das hat wenig mit der wahren Qualität Ihres Angebotes zu tun, sondern sehr viel mit den Emotionen der Kunden.

Um in der Wahrnehmung und den Emotionen Ihrer Kunden den ersten Platz zu belegen, müssen Sie im Kopf Ihrer Kunden spazieren gehen. Fühlen Sie, was dem Kunden wichtig ist? Spüren Sie, welches Bedürfnis der Kunde verfolgt? Wenn ja, dann haben Sie exzellente Chancen das Geschäft zu machen.

Gekaufte Sicherheit

Würde Ihnen der Erwerb einer Pistole Freude bereiten? Wohl kaum! Kalter Stahl, Lärm, Rückstoß und Lebensgefahr – diese Wörter verbinden Sie vermutlich mit einer Pistole. Auf der anderen Seite erhoffen Sie sich Schutz. Für Ihre Liebsten und für sich. Und sie hoffen, die Pistole nie benutzen zu müssen.

Wie technische Daten und der Preis auf einmal unwichtig werden

Angenommen der Verkäufer legt drei Pistolen auf seinen Tresen. Dann zeigt er wahlweise auf eine und sagt: „When it counts! SigSauer Typ P226, Dienstwaffe der US Navy SEALs und die Waffe, die Daniel Craig in Spectre 007 seiner blonden Schutzbefohlenen im Zug zum Selbstschutz übergibt.

Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde wird Ihr Limbisches System, Ihr Unterbewusstsein, die Entscheidung „für Sie“ treffen. Da können die anderen Pistolen leichter sein, ein größeres Magazin haben oder einen deutlich niedrigeren Preis. Diese „Stärken“ spielen in den seltensten Fällen noch eine Rolle. Auch wenn Ihnen, als gebildeter Mensch und Homo Oeconomicus, dies missfallen mag.

Sie wissen gleich, was ich meine: Always bring it! (Slogan der Marke Taurus)

Nicht von ungefähr wird Positionierung deshalb als das erfolgreichste Marketing auf unserem Planeten bezeichnet.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

Positionierung = mehr Lebensqualität ∣ mehr Gewinn

Kaffeeröstereien – Wann kommt der Crash?

Das deutsche Nationalgetränk ist und bleibt der Kaffee (Konsum in 2015 = 162 Liter pro Kopf). Neben den großen Marken haben sich in Deutschland mittlerweile über 200 Kaffeeröstereien etabliert. Täglich greifen sie die multinationalen Konzerne an, um den Konsumenten mehr als austauschbare 08/15-Ware anzubieten.

Wer nicht strickt auf die Regionalität Wert legt oder nach Bestenlisten vorgeht, steht bei der Suche im Web zunehmend vor einem Problem. Der Interessent sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Entscheidung wird zeitaufwendig und komplex. Damit steigt die Abbruchrate pro Besucher.

Im Zeitalter von Facebook, Google und Amazon regiert die Ungeduld. Jede Botschaft, die nicht umgehend verstanden wird, wird weggeklickt oder weggewischt. Over and out. Umsatz ade.

Wie lässt sich dieses Problem vermeiden?

Sorgen Sie für Klarheit in der Sprache und im Angebot.

Es schreck eher ab, 30 -50 Kaffeesorten im Angebot zu haben. Supermärkte erzielen die höchsten Umsätze bei Marmeladen, wenn sie 8-12 Sorten anbieten.

Der Name ist die Visitenkarte des Produktes. Wählen Sie Produktnamen, die Assoziationen und Emotionen auslösen. Schließen Sie einmal die Augen. Welche Bilder entstehen in Ihrem Kopf bei Bayerwald Auslese, Miscela Crema, Kraftstoff, frängischer Exbresso oder E=MC2?

Bilder haben eine ungeheure Wirkung auf unser Emotionssystem. Eine stilisierte Kaffeebohne verbunden mit dem Namen Bayerwald Auslese löst wenig Emotionen und Handlungsenergie aus. Steht über einer dampfenden Tasse Espresso die „Einstein-Formel“ E=MC2 , verbindet Ihr Gehirn die Erlebnisse Genuss und geistige Frische. Sie neigen viel schneller zum Handeln und zum Kauf.

Erzählen Sie unbedingt über die Idee hinter Ihrem „Baby“. Sie sind hoffentlich angetreten, da Sie meinen etwas besser machen zu können als die Konkurrenz. Die Konsumentenwelt hat nicht auf den 10ten Me-too-Anbieter gewartet.

Welchen Nutzen hat der Interessent/Kunde wenn er gerade bei Ihnen seinen Einkauf tätigt? Beispiele wären:

  • Individuelle Mischung (vergleiche Mymuesli)
  • Kaffee-Abo
  • Kaffee mit dem höchstem Koffeingehalt
  • Magenschonende Röstung (Apotheken-Kaffee)
  • Höchste Geschmackskomplexität
  • Genießen und Gutes tun (versus ‚Sklavenkaffee‘)
  • Wie viel Geld kommt beim Kaffeebauern an (vergleiche Teekampagne)
  • Absolute Frische
  • Alufreier Aromabeutel mit Zipverschluss

Können Sie den Nutzen Ihres Angebotes nicht klar vermitteln, so haben Sie schlechte Karten. Der Kunde entscheidet sich so gut wie immer für den Anbieter, der den Nutzen am besten auf den Punkt bringt.

Erst wenn Ihr Design und die Kommunikation exakt auf die Bedürfnisse Ihrer Wunsch-Zielgruppe abgestimmt sind, erreichen Sie eine kollektive Resonanz.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

Positionierung = mehr Lebensqualität ∣ mehr Gewinn

Wissenswertes über Kaffee finden Sie auf:

https://www.brandeins.de/fileadmin/redaktion/wissen/kaffee_in_zahlen/Kaffeereport2015.pdf