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Das wünschen sich Mitarbeiter wirklich

Was wünschen sich Mitarbeiter wirklich? Was würde Ihre Mitarbeiter zu einem Wechsel bewegen? In Zeiten des Fachkräftemangels ist das Kennen der Antworten Gold wert. Zum einem um die Mitarbeiter zu halten, zum anderen um attraktiv auf wechselwillige Interessenten zu wirken. Die Zeit wo Arbeit allein als Tausch von Zeit gegen Geld angesehen wurde, ist vorbei.  Bei den Millennials (Genration Y) geht es insbesondere um Sinn, persönliche Entwicklung und Spaß. Und nicht nur bei dieser Generation. Wie können Sie also zum Leuchtturm und zum Bewerber-Magneten werden?

Demotivation – Leidensdruck

Es stimmt, die Wenigsten werfen die Flinte gleich ins Korn. Menschen halten in der Regel viel aus und verweilen lange in Ihrer vermeintlichen Komfortzone. So wie eben auch nicht jeder Ehestreit direkt vor dem Familiengericht endet. Gewisse Sachen sind dann doch recht bequem. Dass die Leidenschaft und die Produktivität – im Arbeitsverhältnis – sinken, dürfte aber klar sein. Je größer der Leidensdruck, desto schneller kommt das Ende. Darf ich? Hier ein Beispiel aus Die Welt vom 5. Juli 2019: Zweimal in ihrem halben Jahr auf der Station, sagt Andrea, geschahen Dinge, die sie bis heute nicht verwunden hat: „Beide Male habe ich die Tür zum Patientenzimmer geöffnet, nachdem stundenlang niemand mehr nachschauen war – und die Patientinnen lagen einfach tot im Bett.“ Niemand hatte mitbekommen, dass sie im Sterben lagen. Das lag auch daran, dass es auf der Station keine Überwachungsmonitore gab wie bei ihren früheren Arbeitgebern in anderen Ländern, um die Pulsfrequenz der Schwerstkranken ins Schwesternzimmer zu übertragen. …Nach einem halben Jahr gab Andrea auf. „Ich habe einfach nicht gesehen, dass sich die Situation irgendwann bessern würde“, sagt sie.

Was Mitarbeiter bei der Arbeit so richtig stört

In einer Studie vom handwerk magazin wurden drei Mängel identifiziert, die weit führend waren – und auch in der Industrie bzw. bei Dienstleistern zu finden sind:

Platz 1 Schlechte Organisation (86,5% der (Mehrfach)Nennungen)

Platz 2 Schlechte Atmosphäre (78,7% der (Mehrfach)Nennungen)

Platz 3 Schlechte Arbeitsmittel (66,6% der (Mehrfach)Nennungen)

Wie Sie sehen, müssen Sie sich zur Eliminierung des höchsten Leidensdrucks keiner Raketenwissenschaft bedienen. Gesunder Menschenverstand und Handlungswille reichen aus. Sie können eine Mitarbeiterbefragung durchführen, und die Fragen selbstverständlich in das regelmäßige Mitarbeitergespräch einfließen lassen. Über den Prozess vom Ist zum Soll können Sie dann nach außen kommunizieren. Zum Beispiel auf Ihrer Karriereseite. Lassen Sie (einen) Mitarbeiter Klartext sprechen. Das zeugt von hoher Authentizität, auch wenn Ihnen die Wortwahl nicht immer gefallen mag. Der Besucher wird so zwei Dinge feststellen können: 1. Bei Ihnen tut sich was und 2. Sie schätzen Ihre Mitarbeiter wert.

Wer nicht automatisch neue Mitarbeiter gewinnt, ist schlicht und einfach falsch als Arbeitgebermarke positioniert.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

Erfolg im Recruiting ist kein Zufall !

Erfolg im Recruiting ist möglich – ohne große Budgets und auch bei KMUs. Wenn Sie nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung handeln. Starke, also anziehende, Arbeitgebermarken funktionieren in jeder Branche. Mitarbeiter finden Sie überall in Ihrer Nähe.

Erfolg und Misserfolg im Recruiting ist planbar

Wer bitte schön liest Infos auf Pizzakartondeckeln oder LKW-Planen? Viele Berater versprechen Ihnen gerade mit diesen Bausteinen Erfolg, da Sie so Reichweite generieren. Stimmt, aber Sie haben auch extrem hohe Streuverluste. Wie bei der Fernsehwerbung oder Printanzeigen. Sie bezahlen teure Anzeigen/Kampagnen, um eventuell 2 von 100 Angesprochenen auf sich aufmerksam zu machen. Das geht deutlich intelligenter.

Warum arbeiten Ihre Mitarbeiter für Sie?

Kennen Sie die Antwort? Nein? Das sollten Sie aber. Jedes Unternehmen ist einzigartig und genau das spiegelt sich in Ihrer Anziehungskraft auf Bewerber wider. Ihr unverschämtes Ziel: Bewerber-Warteschlangen. Die gibt es nicht nur bei Google oder BMW. Haben Sie sich schon einmal folgende Frage gestellt: Wann würden die besten Mitarbeiter Ihrer Arbeitnehmer-Wettbewerber auf jeden Fall zu Ihnen wechseln? Ein Beispiel. Darf ich? LKW-Fahrer sind bekanntlich schwer zu finden. Insbesondere für den Transport von Tiefkühlkost. Denn bei solcher Fracht haben die Fahrer direkt neben ihrer Koje ein sehr lautes Kühlaggregat, welches unregelmäßig anspringt und arbeitet. An erholsamen Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Die Fahrer wechseln – ausgelaugt – im Monatsrhythmus. Die Spedition Müller hat daher die Tourenplanung analysiert und optimiert. Heute kann sie auf nächtliche Standzeiten verzichten und den Fahrern eine Feierabend-Garantie versprechen. Das Ergebnis: Innerhalb von 4 Wochen drehte sich die Situation. Heute bekommt die Spedition Müller mehr Initiativbewerbungen als LKW-Fahrer benötigt werden. Vom Bewerbermangel zu Bewerber-Warteschlangen!

Setzen Sie beim Leidensdruck an

Jedem Verkäufer ist klar, dass Sie bereit sind einen überhöhten Preis zu zahlen, wenn Sie das Produkt bzw. die Dienstleistung wirklich haben wollen. Ein Hotelzimmer während der Messe IAA kostet in Frankfurt ein Mehrfaches seines üblichen Preises. Das Parkhaus am Flughafen,… Gleiches gilt für den Arbeitsmarkt im übertragenden Sinne. Die Altenpflegerin kommt bzw. bleibt, wenn der Heimbetreiber Hebehilfen zum Umbetten der Gäste anbietet, sie vom Schreibkram entlastet wird, sie auf psychologische Hilfe zurückgreifen kann oder oder … Gehen Sie im Kopf Ihrer Mitarbeiter und Bewerber spazieren. Was stört diese in ihrem Beruf am meisten? Suchen Sie eine intelligente Lösung, um den Leidensdruck zu beseitigen oder wenigsten deutlich abzubauen. Sie setzen so am längsten Hebel an, um die besten Mitarbeiter zu finden und zu binden.

Wer nicht automatisch neue Mitarbeiter gewinnt, ist schlicht und einfach falsch als Arbeitgebermarke positioniert.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.