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Auszubildende gewinnt, wer deren Bedürfnisse kennt

Die demografische Zeitbombe tickt. Die Babyboomer gehen in Rente. Der Nachwuchs an Fachkräften bleibt aus. Auch weil eine zunehmende Akademisierung stattfindet. Der „Generation Z“, also der Generation, die jetzt in das Berufsleben eintritt, fällt eine Schlüsselrolle zu. Sie wird massiv umworben und ist sich Ihrer Attraktivität bewusst. Wer die besten Talente gewinnen will, wird sich anstrengen müssen. Auf der Pole-Position steht der, welcher die Bedürfnisse der „Generation Z“ kennt und umsetzt.

Die behütete Generation

Wie bei der Vorgängergeneration „Y“ haben die Eltern eine sehr starke Rolle des Behüters eingenommen. Wir sprechen gerne von „Helikoptereltern“. Eltern-Taxi bis vor die Schule, Abholung von der Disco, Bio-Babynahrung, Nachhilfeunterricht, Smartphone-Stundenpläne, Karriere-Coaching …. Das alles hat zu einer ganz starken Sicherheitsorientierung geführt.

Sicherheit vor Chancen

Die Prägung „Sicherheitsorientierung“ lässt sich mit dem Einstieg in das Berufsleben nicht so einfach abschütteln. Das heißt der „Sicherheitsaspekt“ bei der „Generation Z“ ist sehr ausgeprägt. Ihre potentiellen Auszubildenden schätzen es, wenn alles planbar und strukturiert ist. Ausgefallene Jobs, neuartige Jobs und Jobs mit einem hohen Veränderungspotential sind daher eher weniger gefragt. Wichtiger ist der „Generation Z“ die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Alles was viel Struktur mitbringt, sich über Jahre etabliert hat und ein hohes „Bestandspotential“ mit sich bringt. Die„Generation Z“ schätzt diese Punkte sehr.

Welche Argumente punkten

Eine gute wirtschaftliche Situation wird i.d.R. mit einer hohen Jobsicherheit verbunden. Gleiches gilt für eine lange Firmenhistorie und einleuchtende Geschäftsmodelle. Das sind Argumente, welche die „Generation Z“ schätzt. Zusätzlich punkten Sie mit Planbarkeit (Karrierewegen), Struktur (Arbeitsplatz/Aufgabenbereich) und Mentoring (Kümmerer). Auch das Familiäre/Persönliche lässt sich in den Fokus stellen (Beschützer). Daneben sollte immer im Auge behalten werden, dass wir bei der Zielgruppe über Digital Natives sprechen. Mit gutem IT-Equipment können Sie weitere Pluspunkte sammeln. Das iPhone – auch zur privaten Nutzung – hilft leider nicht wirklich weiter. Beliebte Apps wie Instagram, WhatsApp und Facebook sind nicht DSG-VO konform und dürfen daher nicht auf Firmen-Handys installiert werden.

Die Sprache des Empfängers wählen

Egal ob in Stellenanzeigen, auf Ihrer Karriereseite, auf kununu oder Facebook, kommunizieren Sie immer zielgruppenorientiert. Nur wer die passenden Worte verwendet und die richtigen Vorteile hervorhebt, wird als attraktiv wahrgenommen. Und somit hoffentlich zu der Nummer 1 im Kopf seines potentiellen Auszubildenden. Duzen statt Siezen ist nicht genug, wenn Sie beispielsweise gleichzeitig von schneller Verantwortungsübernahme schreiben. Denn „schnell“ kann als stressig interpretiert werden, was dem Bedürfnis „behütet zu werden“ widerspricht.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

Wer nicht automatisch neue Mitarbeiter gewinnt, ist schlicht und einfach falsch als Arbeitgebermarke positioniert.

 

Beach Motel van Cleef – aufregend anders und super erfolgreich!

An was denken Sie bei St. Peter Ording? An den 12 Kilometer langen und bis zu zwei Kilometer breiten Strand? Oder an junge, hippe Strandsegler, Surfer, Kiter? Vielleicht an den Hotelcharme der 80er oder 90er? Eher an betagte Kundschaft? An Uncoolness?

Wie passt das zusammen? Kann sich die Surf-/Segelszene in einer solchen Umgebung überhaupt wohlfühlen? Sie kann!

Aufregend anders und super erfolgreich

Hotelier Jens Sroka hat sehr genau über die Bedürfnisse seiner Wunsch-Zielgruppe (surfende junge Städter) nachgedacht. Und dann mit dem Beach Motel van Cleef geliefert. In einer hart umkämpfen Branche hat er mit  seinem Lifestyle-Motel im Stil der Strandhäuser der US-Ostküste einen Leuchtturm in St. Peter Ording platziert. Er wirkt auf die Zielgruppe wie ein Magnet, ist in Resonanz mit ihr. Hohe Auslastung, Auszeichnungen und hohe Bewertungen auf Buchungsportalen sind das Ergebnis.

Der rote Faden muss erkennbar sein

Motel- und Bäder-Architektur, außenliegende Treppenhäuser, weiße Balkone, Wohnzimmer statt Lobby, das Restaurant eher eine Lounge, kostengünstige „Bulli“-Parkplätze für weniger zahlungswillige Begleiter, Shops mit Surf-Equipment und eine rund um die Uhr geöffnete Bar.

Personal und Gäste gucken nicht schräg, wenn Surfer in Shorts, Shirts, Flipflops und mit Sand an den Füßen durch das Motel schlendern oder ein Bier tanken. Die Community ist unter sich. Sie fühlt sich verstanden und pudelwohl.

Das Ganze auf die Spitze treiben

In Heiligenhafen auf Fehmarn entstand ein Pendant. Die BRETTERBUDE. Die gleiche

Idee (enge Wunsch-Zielgruppe). Nur mit günstigeren Übernachtungspreisen (ab 39 €).

Hier die glasklare Nutzen-Kommunikation gegenüber der Zielgruppe im Original:

Willkommen in der Holzklasse.

Bei uns gibt es alles, was es braucht. Ganz einfach. Unsere Bretterbude ist ein Platz zum Pennen, zum Abladen, zum Hungerstillen. Zum Abhängen nach dem Kiten, zum Runterkommen nach dem Surfen. Zum Freisein und Heimischfühlen.

Konvention? Nein, danke! Wir haben Holz statt Marmor. Butzen statt Suiten. Wir kleckern statt zu klotzen. Die Bretterbude Hotel Heiligenhafen ist kreativ, anders und für alle.

Was für euch zählt? – Raus ans Wasser. Kopf aus. Freiheit genießen.

Was für uns zählt? – Euch eine kreative, günstige Bude für den Rest des Tages bieten!

Können Sie sich jetzt vorstellen wer die Nummer 1 im Kopf der Zielgruppe ist, wer super erfolgreich ist?

Positionierung = mehr Lebensqualität ∣ mehr Gewinn