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Bewerbermangel – AIDA-Formel missachtet?

Sie können davon ausgehen, dass 1/3 aller in Deutschland Beschäftigten latent auf der Suche nach einer neuen Aufgaben ist. Das Radar ist eingeschaltet.  Dauerhaft. Wer dieses Potential heben will, um freie Stellen wieder schnell zu besetzen, der sollte an die AIDA-Formel denken. Viel zu häufig bricht die Candidate Journey aufgrund von handwerklichen Fehlern ab. Vielleicht  gerade zum Vorteil Ihres Wettbewerbers.

AIDA-Formel

Nein, wir sprechen hier nicht über Kreuzfahrtschiffe, sondern über Marketing. Das ist in heutigen Bewerbermärkten nämlich ein Muss. Recruiting = Marketing und Job-Selling. AIDA ist ein Akronym für ein Werbewirkungsprinzip. Es steht für die englischen Begriffe Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung). Das Stufenmodell zur Werbewirksamkeit enthält vier Phasen, welche der Kunde durchlaufen soll und die letztlich zu dessen Kaufentscheidung führen sollen. Nur wird dieses Prinzip im Recruiting (Wer bewirbt sich bei wem – Der „Bewerber“ oder der „Arbeitgeber“?) noch zu häufig ignoriert.

Handwerkliche Fehler

Typische Stellenanzeigen oder auch viele Direktansprachen zeigen zum Großteil eine Unterbrechung des Wirkungsprinzips auf. Die inneren Bausteine fehlen. Ohne  Interesse und Verlangen kommt es selbstverständlich nicht zur Handlung. D.h. der Button „Jetzt bewerben“ wird nicht angeklickt.  Ihre Ertragsquelle Mitarbeiter versiegt.

Wie Sie Interesse und Verlangen wecken

Wollen Sie Interesse wecken, so bedarf es eines authentischen Blickes hinter die Kulissen. Was mache ich – wo – wie – wann – mit wem? Bieten Sie z.B. ein „Mütterschicht“ an, die während der typischen Unterrichtszeit liegt? Dann teilen Sie das mit! Dürfen (artige) Hunde mit ins Büro genommen werden? Kein Hundebesitzer wird seinen vierbeinigen Liebling für 8 – 9 Stunden unbeaufsichtigt daheim zurücklassen wollen. Es hilft die (Problem)Brille des potentiellen Mitarbeiters aufzusetzen. Welchen Nutzen können Sie bieten? Wer ein klares Nutzenversprechen bietet, wird ein starkes Verlangen auslösen, insbesondere wenn Sie ein WARUM aufzeigen. Schauen Sie doch einfach mal auf die Webseiten von NGOs wie Greenpeace oder Ärzte ohne Grenzen. Menschen sind Sozialwesen. Sie wollen Teil von etwas Tollem sein.

Jeden Tag wird die Welt neu verteilt. Das ist Ihre Chance und Ihr Risiko.

Wer nicht automatisch neue Mitarbeiter gewinnt, ist schlicht und einfach als Arbeitgebermarke falsch positioniert.

 

Spezialisierung ist nicht genug

Wer heute denkt mit Spezialisierung dem Wettbewerbsdruck und Margenverfall zu entkommen, der denkt zu kurz.

Spezialisierung ist allein die Basis für eine höhere kundenseitige Wahrnehmung und Kompetenzzuweisung. Ganz schnell wird dies deutlich, wenn bei Ihnen ein Arztbesuch oder eine OP ansteht. Hier vertrauen Sie automatisch dem Arzt mehr, der sich tagein tagaus mit nur einem Themenbereich beschäftigt.

Gleiches gilt beispielsweise auch für die Werbebranche. Für den Aufbau einer neuen Webseite wird vermutlich eher der Spezialist für Online-Werbung Ihre Anfrage erhalten als die One-Stop-Agentur, die sich um Flyer, Zeitungsanzeigen, Radiowerbung und Online kümmert.

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Selbst als Spezialist sind Sie also nur einer unter vielen. Das heißt, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld (gute) Aufträge zu gewinnen, müssen Sie hinausgehen und Freunde gewinnen. Erobern Sie eine bestimmte Nische am Markt. Auch auf die Gefahr hin dabei einige Ihrer Klienten zu verlieren.

Positionierung heißt der Königsweg. Erst die Positionierung macht Ihr Unternehmen unterscheidbar einzigartig. Bringen Sie die Saite zum Klingen, welche der DNA Ihres Unternehmens entspricht und für hohe Resonanz bei Ihrer Zielgruppe sorgt, sprich Handlungsenergie auslöst.

Ganz wichtig ist die Eindeutigkeit und Kontinuität Ihrer Botschaft. Kunden suchen Nutzen. Sie haben Probleme zu lösen oder Ziele zu erreichen. Selbstbeweihräucherung à la „Wir sind die Besten, wir sind die Schnellsten, …“ und Merkmalsbeschreibungen wie „Ionen (IONIC) Funktion für mehr Glanz und weniger Frizz“ führen in die Sackgasse. Gleiches gilt für Wechselhaftigkeit bei Slogans. BMW ist seit 1969 mit „Freude am Fahren“ unterwegs. Opel hat allein zwischen 2002 und 2009 viermal den Slogan gewechselt. Welche Marke erfolgreicher ist, ist hinreichend bekannt.

Kennen Sei eine Werbeagentur, die Werbekosten verhindert und trotzdem Ihren Werbeerfolg steigert? Das wäre eine Fuchsschlaue Lösung.

Ein Beispiel gefällig? Werfen Sie einen Blick auf www.beofox.com und überzeugen Sie sich!